⚡ Kurzantwort
Die postpartale Blutung ist die häufigste Ursache mütterlicher Sterblichkeit in entwickelten Ländern. Die Embolisation der Gebärmutterarterien ermöglicht eine schnelle Blutstillung als Alternative zur Operation, unter Erhalt der Gebärmutter in den meisten Fällen, im Hôpital Cochin AP-HP.
📖 Was ist die Embolisation bei postpartaler Blutung?
Die postpartale Blutung, definiert als Blutverlust über 500 ml nach der Geburt, ist die häufigste Ursache mütterlicher Sterblichkeit in entwickelten Ländern. Die Embolisation der Gebärmutterarterien ermöglicht eine schnelle und wirksame Blutungskontrolle als Alternative zur Operation.
Der Eingriff wird von einem interventionellen Radiologen in enger Zusammenarbeit mit dem geburtshilflichen Team durchgeführt. Er erhält in den meisten Fällen die Gebärmutter und damit die zukünftige Fruchtbarkeit, im Gegensatz zur Hysterektomie als letztem Mittel.
⚡ Auf einen Blick
| Kriterium | Angaben |
|---|---|
| Betäubung | Örtlich, im Notfallkontext |
| Ziel | Schnelle Blutstillung, Erhalt der Gebärmutter |
| Vorteil | Alternative zur Hysterektomie in den meisten Fällen |
| Kosten | Von der französischen Krankenversicherung übernommen |
Daten validiert vom Team von Prof. Anthony Dohan, Hôpital Cochin AP-HP.
🔬 Wie läuft der Eingriff ab?
Unter örtlicher Betäubung wird ein Katheter über die Leistenarterie eingeführt und bis zu den Gebärmutterarterien vorgeschoben. Embolisationsmaterial wird injiziert, um die blutende Arterie zu verschließen. Der Eingriff wird im Notfallkontext in enger Abstimmung mit dem geburtshilflichen und anästhesiologischen Team durchgeführt.
📊 Welche Ergebnisse sind zu erwarten?
Die Embolisation ermöglicht in den meisten Fällen eine rasche Kontrolle der Blutung und vermeidet eine Notfall-Hysterektomie. Die Gebärmutter und die zukünftige Fruchtbarkeit bleiben in der großen Mehrheit der Fälle erhalten.
❓ Häufig gestellte Fragen
Bleibt die Fruchtbarkeit nach dem Eingriff erhalten?
Ja, in der großen Mehrheit der Fälle. Die Embolisation zielt gezielt auf die blutenden Gefäße ab und erhält die Gebärmutterfunktion, im Gegensatz zur Hysterektomie.
Wann wird dieser Eingriff durchgeführt?
Er wird als Notfallmaßnahme bei postpartaler Blutung eingesetzt, die auf die medikamentöse Erstbehandlung nicht ausreichend anspricht, in enger Abstimmung mit dem geburtshilflichen Team.
✅ Von der französischen Krankenversicherung übernommen · Keine Zusatzkosten · Hôpital Cochin AP-HP
🌍 Internationale Patienten
Unser Team kann auf Englisch korrespondieren und beraten. Kontakt: ri.cch@aphp.fr
✓ Warum diese Seite vertrauenswürdig ist
Verfasst vom Team der Abteilung für interventionelle Radiologie, Hôpital Cochin AP-HP. Letzte Aktualisierung: August 2026.
