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Embolisation bei Tennisarm (Epicondylitis)

Interventionelle Radiologie · Hôpital Cochin AP-HP

🦴 Sehnen & Gelenke

Embolisation bei Tennisarm

Ambulant · Örtliche Betäubung · Bei therapieresistenten Fällen

⚡ Kurzantwort

Die Embolisation bei Epicondylitis (Tennisarm) blockiert gezielt die entzündliche Neovaskularisation der Sehne, unter örtlicher Betäubung, ambulant im Hôpital Cochin AP-HP. Sie ist eine Option bei Therapieresistenz nach 6 Monaten konventioneller Behandlung, bevor eine Operation erwogen wird.

📖 Was ist die laterale Epicondylitis (Tennisarm)?

Die laterale Epicondylitis, allgemein als Tennisarm bekannt, ist eine schmerzhafte Tendinopathie am Ansatz der Epicondylus-Muskeln am äußeren Ellenbogen. Sie betrifft etwa 1 bis 3 % der erwachsenen Bevölkerung, besonders im Alter von 35 bis 55 Jahren. Sie äußert sich durch Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens, die sich beim Greifen und bei Dreh-Bewegungen des Unterarms verstärken.

Wenn konventionelle Behandlungen (Physiotherapie, Injektionen) nach 6 Monaten nicht ausreichend wirken, bietet die Embolisation eine minimalinvasive Alternative: Durch die selektive Okklusion der pathologischen Neovaskularisation der entzündeten Sehne wird die lokale Entzündung reduziert und der Schmerz gelindert.

⚡ Auf einen Blick

Kriterium Angaben
BetäubungÖrtlich — ambulant
Häufigkeit1-3 % der Erwachsenen, v. a. 35-55 Jahre
IndikationTherapieresistenz nach 6 Monaten konventioneller Behandlung
KostenVon der französischen Krankenversicherung übernommen

Daten validiert vom Team von Prof. Anthony Dohan, Hôpital Cochin AP-HP.

🔬 Wie läuft der Eingriff ab?

Unter örtlicher Betäubung wird ein Katheter über eine Arterie (meist Handgelenk) eingeführt und bis zu den kleinen Gefäßen der entzündeten Sehne am äußeren Ellenbogen vorgeschoben. Feine Partikel werden injiziert, um selektiv die pathologische Neovaskularisation zu verschließen, die für den entzündlichen Schmerz verantwortlich ist.

📊 Welche Ergebnisse sind zu erwarten?

Die Mehrheit der Patienten berichtet über eine deutliche Schmerzreduktion in den Wochen nach dem Eingriff, mit verbesserter Griff- und Unterarmfunktion. Die Embolisation stellt eine wertvolle Option dar, bevor eine chirurgische Behandlung in Betracht gezogen wird.

❓ Häufig gestellte Fragen

Sind die Wartezeiten lang?

Die Wartezeiten variieren je nach Grund der Konsultation. Bei dringendem Bedarf wird stets eine Teleconsultation innerhalb einer Woche angeboten — bitte in Ihrer E-Mail an ri.cch@aphp.fr angeben.

Werde ich Schmerzen haben?

Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung: Sie verspüren während des Eingriffs keinen Schmerz, höchstens einen leichten Druck. Ein mäßiges Unbehagen kann einige Tage anhalten, gelindert durch einfache Schmerzmittel.

Darf ich nach dem Eingriff Auto fahren?

Ja, in der Regel. Da der Eingriff nur unter örtlicher Betäubung ohne Sedierung erfolgt, können Sie selbst nach Hause fahren, wenn Sie sich gut fühlen. Bei Zweifeln planen Sie eine Begleitperson ein.

Muss ich meine Blutverdünner absetzen?

Das hängt von Ihrer Situation und dem geplanten Eingriff ab: Besprechen Sie dies unbedingt mit Ihrem Radiologen bei der Konsultation. Ein vorübergehendes Absetzen oder ein Wechsel kann je nach Blutungs- und Thromboserisiko erforderlich sein.

Darf ich vor dem Eingriff essen?

Für einen Eingriff nur unter örtlicher Betäubung ist in der Regel kein striktes Fasten erforderlich. Befolgen Sie dennoch die genauen Anweisungen, die Ihnen bei der Konsultation gegeben werden, da diese je nach Eingriff variieren können.

Wann kann ich wieder arbeiten?

Die meisten Patienten nehmen ihre gewohnten Aktivitäten innerhalb weniger Tage wieder auf. Die genaue Dauer hängt vom durchgeführten Eingriff und Ihrem Beruf ab — Ihr Arzt gibt Ihnen eine individuelle Einschätzung bei der Konsultation.

Kann ich von dieser Technik profitieren, wenn ich kürzlich eine Infiltration hatte?

Ja. Ein Abstand von 4 bis 6 Wochen nach der letzten Kortikoid-Infiltration wird vor der Embolisationsprozedur empfohlen. Eine kürzliche Infiltration ist keine Kontraindikation.

Behandelt die Embolisation auch die mediale Epicondylitis (Golferellenbogen)?

Ja, das gleiche Prinzip gilt für die mediale Epicondylitis (Epitrochlea), mit einer Katheterisierung der Äste der Arteria recurrens ulnaris. Die Ergebnisse sind vergleichbar mit denen der lateralen Epicondylitis.

Wird die Prozedur von der Krankenversicherung übernommen?

Ja, im Hôpital Cochin AP-HP wird die Embolisation von der Krankenversicherung übernommen, ohne jegliche Zusatzkosten.

Muss ich nach der Prozedur mit der Arbeit aussetzen?

Die Wiederaufnahme der Arbeit ist bei Bürotätigkeiten in der Regel bereits am nächsten Tag möglich. Bei manuellen Berufen oder Tätigkeiten mit wiederholten Ellenbogenbewegungen wird eine Pause von 1-2 Wochen empfohlen.

Für wen ist die Embolisation indiziert?

Chronische Epicondylitis, die auf konservative Behandlungen nicht anspricht (Physiotherapie > 6 Monate, 2 Infiltrationen), mit bestätigter Neovaskularisation im Doppler-Ultraschall oder MRT.

Ist der Eingriff schmerzhaft?

Erfolgt unter örtlicher Betäubung. Leichter Schmerz möglich für 24-48 Std. Wiederaufnahme leichter Aktivitäten am nächsten Tag. Schrittweise Verbesserung über 1 bis 3 Monate.

Ist ein ärztliches Schreiben erforderlich?

Nein. Kontaktieren Sie uns direkt: ri.cch@aphp.fr · 01 58 41 46 12.

✅ Von der französischen Krankenversicherung übernommen · Keine Zusatzkosten · Hôpital Cochin AP-HP

🌍 Internationale Patienten

Unser Team kann auf Englisch korrespondieren und beraten. Kontakt: ri.cch@aphp.fr

✓ Warum diese Seite vertrauenswürdig ist

Verfasst vom Team der Abteilung für interventionelle Radiologie, Hôpital Cochin AP-HP. Letzte Aktualisierung: August 2026.

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