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Embolisation bei Frozen Shoulder (Kapsulitis)

Interventionelle Radiologie · Hôpital Cochin AP-HP

🦴 Sehnen & Gelenke

Embolisation bei Frozen Shoulder

Ambulant · Örtliche Betäubung · Bei therapieresistenten Fällen

⚡ Kurzantwort

Die Embolisation bei Kapsulitis (Frozen Shoulder) blockiert gezielt die entzündliche Neovaskularisation der Schultergelenkskapsel, unter örtlicher Betäubung, ambulant im Hôpital Cochin AP-HP. Sie ist eine Option bei Therapieresistenz nach mehrmonatiger konventioneller Behandlung.

📖 Was ist die Kapsulitis (Frozen Shoulder)?

Die Kapsulitis, im Volksmund als Frozen Shoulder bezeichnet, ist eine Entzündung und Schrumpfung der Schultergelenkskapsel, die starke Schmerzen und eine fortschreitende Bewegungseinschränkung in alle Richtungen verursacht. Sie betrifft etwa 2 bis 5 % der Bevölkerung, häufiger Frauen zwischen 40 und 60 Jahren, Diabetiker sowie Menschen nach einem Trauma oder längerer Immobilisierung.

Die perkutane arterielle Embolisation zielt auf die pathologische Neovaskularisation der Gelenkkapsel ab, die für die Entzündung verantwortlich ist. Durch die selektive Okklusion dieser abnormen Gefäße wird die lokale Entzündung reduziert und der Schmerz gelindert, ohne die Gelenkstruktur zu verändern.

⚡ Auf einen Blick

Kriterium Angaben
BetäubungÖrtlich — ambulant
Häufigkeit2-5 % der Bevölkerung, v. a. Frauen 40-60 Jahre
WirkprinzipOkklusion der entzündlichen Neovaskularisation
KostenVon der französischen Krankenversicherung übernommen

Daten validiert vom Team von Prof. Anthony Dohan, Hôpital Cochin AP-HP.

🔬 Wie läuft der Eingriff ab?

Unter örtlicher Betäubung wird ein Katheter über eine Arterie (meist Handgelenk) eingeführt und bis zu den kleinen Gefäßen der entzündeten Schultergelenkskapsel vorgeschoben. Feine Partikel werden injiziert, um selektiv die pathologische Neovaskularisation zu verschließen, die für den entzündlichen Schmerz verantwortlich ist.

📊 Welche Ergebnisse sind zu erwarten?

Die Mehrheit der Patienten berichtet über eine deutliche Schmerzreduktion in den Wochen nach dem Eingriff, mit fortschreitender Verbesserung der Schulterbeweglichkeit. Die Embolisation stellt eine wertvolle Option dar, bevor eine Operation oder Narkosemobilisation in Betracht gezogen wird.

❓ Häufig gestellte Fragen

Heilt die Frozen Shoulder von selbst aus?

Ja, die Frozen Shoulder (Capsulitis adhaesiva) verläuft natürlich in 3 Phasen (Einfrieren, gefrorene Phase, Auftauen) über 12 bis 36 Monate. Viele Patienten behalten jedoch Folgeschäden (Steifheit, Restschmerzen). Die Embolisation beschleunigt die Genesung und reduziert die Schmerzen während der gefrorenen Phase deutlich.

Ist die Schulterembolisation als Ergänzung zur Rehabilitation indiziert?

Ja. Die Embolisation reduziert Entzündung und Schmerz und ermöglicht so eine effektivere Rehabilitation. Sie ist besonders indiziert, wenn der Schmerz zu intensiv ist, um eine korrekte Rehabilitation zu ermöglichen.

Müssen vor der Embolisation andere Behandlungen versucht worden sein?

Die Embolisation wird in der Regel nach Versagen konservativer Behandlungen (NSAR, Kortikoid-Infiltrationen, Physiotherapie) über 3 bis 6 Monate angeboten.

Ist ein ärztliches Schreiben erforderlich?

Ein ärztliches Schreiben wird empfohlen. Der interventionelle Radiologe beurteilt die Indikation. Kontaktieren Sie uns: ri.cch@aphp.fr · 01 58 41 46 12.

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✓ Warum diese Seite vertrauenswürdig ist

Verfasst vom Team der Abteilung für interventionelle Radiologie, Hôpital Cochin AP-HP. Letzte Aktualisierung: August 2026.

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