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Embolisation bei entzündlichem Sprunggelenk

Interventionelle Radiologie · Hôpital Cochin AP-HP

🦴 Sehnen & Gelenke

Embolisation bei entzündlichem Sprunggelenk

Ambulant · Örtliche Betäubung · Ohne Ruhigstellung

⚡ Kurzantwort

Die Embolisation des entzündlichen und arthrotischen Sprunggelenks reduziert chronische Schmerzen bei 70 bis 80 % der Patienten nach 6 Monaten, ambulant unter örtlicher Betäubung, ohne Krankenhausaufenthalt oder Ruhigstellung, im Hôpital Cochin AP-HP.

📖 Was ist die Embolisation bei entzündlichem Sprunggelenk?

Die Embolisation des entzündlichen und arthrotischen Sprunggelenks reduziert chronische Schmerzen bei 70 bis 80 % der Patienten nach 6 Monaten. Sie zielt auf die pathologische Neovaskularisation der entzündeten Gelenkschleimhaut ab, die für den chronischen Schmerz verantwortlich ist.

Der Eingriff wird ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt, ohne Krankenhausaufenthalt oder Ruhigstellung. Durch die selektive Okklusion der abnormen Gefäße bleibt die normale Knorpelversorgung erhalten, während die Entzündung und der damit verbundene Schmerz gelindert werden.

⚡ Auf einen Blick

Kriterium Angaben
BetäubungÖrtlich — ambulant, keine Ruhigstellung
Wirksamkeit70-80 % Schmerzreduktion nach 6 Monaten
WirkprinzipOkklusion der entzündlichen Neovaskularisation
KostenVon der französischen Krankenversicherung übernommen

Daten validiert vom Team von Prof. Anthony Dohan, Hôpital Cochin AP-HP.

🔬 Wie läuft der Eingriff ab?

Unter örtlicher Betäubung wird ein Katheter über eine Arterie (meist Leiste oder Handgelenk) eingeführt und bis zu den kleinen Gefäßen der entzündeten Sprunggelenkschleimhaut vorgeschoben. Feine Partikel werden injiziert, um selektiv die pathologische Neovaskularisation zu verschließen.

📊 Welche Ergebnisse sind zu erwarten?

Die Mehrheit der Patienten berichtet über eine deutliche und anhaltende Schmerzreduktion. Da die normale Knorpelversorgung erhalten bleibt, kann die Behandlung bei Bedarf wiederholt werden, ohne die Gelenkstruktur zu beeinträchtigen.

❓ Häufig gestellte Fragen

Ist die Sprunggelenkembolisation bei Arthrose wirksam?

Ja, wenn eine synoviale und entzündliche Komponente in Verbindung mit der Arthrose besteht. Sie ist besonders wirksam bei Schmerzen der «heißen» Phase der Arthrose mit im MRT dokumentierter Synovitis. Sie wirkt nicht auf die Knorpelzerstörung selbst.

Kann man nach der Sprunggelenkembolisation gehen?

Ja. Es ist keine Immobilisierung erforderlich. Sie können bereits am nächsten Tag wieder gehen, wobei größere Anstrengungen 5 bis 7 Tage vermieden werden sollten. Die vollständige Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten ist nach 3-4 Wochen möglich.

Kann die Embolisation eine Sprunggelenkarthrodese ersetzen?

Sie ersetzt die Arthrodese nicht bei sehr schweren Arthrosen mit fortgeschrittener Gelenkzerstörung. Bei mäßigen Arthrosen mit überwiegender Synovitis kann sie jedoch den chirurgischen Eingriff verzögern oder vermeiden und die Lebensqualität dauerhaft verbessern.

Besteht ein Risiko für Knochennekrose nach Sprunggelenkembolisation?

Nein, da die Embolisation hyperselektiv ist und nur die pathologischen synovialen Neogefäße anvisiert. Die Hauptdurchblutung des Talus und der Sprunggelenkknochen bleibt erhalten. Dieses Risiko wird in veröffentlichten Serien als sehr gering dokumentiert.

Ist die Embolisation bei rheumatoider Arthritis wirksam?

Ja, ergänzend zur Basistherapie. Sie kann lokale Schmerzen des Sprunggelenks im Rahmen einer rheumatoiden Arthritis reduzieren, bei einem gegen Infiltrationen resistenten Schub, ohne die systemische Behandlung zu verändern.

✅ Von der französischen Krankenversicherung übernommen · Keine Zusatzkosten · Hôpital Cochin AP-HP

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Unser Team kann auf Englisch korrespondieren und beraten. Kontakt: ri.cch@aphp.fr

✓ Warum diese Seite vertrauenswürdig ist

Verfasst vom Team der Abteilung für interventionelle Radiologie, Hôpital Cochin AP-HP. Letzte Aktualisierung: August 2026.

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